Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Information nach §46 der Trinkwasserverordnung

Information nach §46 der Trinkwasserverordnung

Trinkwasserverordnung - Von der Quelle bis zum Verbraucher

Trinkwasserverordnung - Von der Quelle bis zum Verbraucher

Mit der überarbeiteten Trinkwasserverordnung 2023 (TrinkwV) wurden die Informationspflichten für Wasserversorger erweitert.
Dieser Verpflichtung kommen wir selbstverständlich gerne nach.

Im Wasserportal des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
erhalten Sie umfassende Informationen rund um Ihr Trinkwasser – einfach und ortsgenau.

Trinkwasserverordnung
Trinkwasser: Verbrauch und verantwortungsvoller UmgangVerlinkung
Informationen zur Aktion Grundwasserschutz Bayern:
Mehr erfahren
Informationen zum Trinkwasser aus der Leitung
Mehr erfahren
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft über die richtige Entsorgung von Medikamenten
Mehr erfahren
Umgang mit Trinkwasser

1. Hinweis zu selten genutzten Wasserentnahmestellen

Wasser, das länger als vier Stunden nicht fließt, wird als Stagnationswasser bezeichnet. Dieses kann bei dauerhaftem Stillstand in Leitungen zur Gesundheitsgefahr werden – insbesondere, wenn veraltete Rohrleitungen vorhanden sind oder sich Biofilme gebildet haben. In Bereichen, die selten genutzt werden wie z. B. in einem Nebengebäude besteht ein erhöhtes Risiko für die Vermehrung von bakteriellen Krankheitserregern (z. B. Legionellen).

Nicht genutzte Leitungsabschnitte sollten daher dauerhaft vom Trinkwassersystem getrennt und außer Betrieb genommen werden. Lassen Sie sich bei Fragen von einem qualifizierten Sanitärinstallateur beraten.

Auch überdimensionierte Trinkwasserleitungen – etwa bei sinkendem Wasserverbrauch – können das Risiko einer Verkeimung erhöhen. Auch hier empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch einen Fachbetrieb.

2. Vor dem Urlaub – Gesundheit schützen, Wasserqualität erhalten

Bevor Sie verreisen, denken Sie nicht nur an den Briefkasten oder Ihre Pflanzen, sondern auch an Ihre Hausinstallation.

Tipp: Bitten Sie eine Vertrauensperson, alle drei Tage die Wasserhähne im Haus für kurze Zeit zu öffnen.

Weitere Maßnahmen vor der Abreise:

  • Brauseschlauch nach unten hängen, damit dieser vollständig entleert werden kann.
  • Warmwasserbereiter / Boiler ausschalten oder alternativ auf mindestens 60 °C beheizen – Temperaturen zwischen 20 °C und 55 °C fördern das Bakterienwachstum.
  • Gartenschlauch vom Wasseranschluss abkuppeln, um eine mögliche Rückverkeimung des Leitungssystems zu vermeiden.

Auch Küchengeräte wie Wasserkocher, Kaffeevollautomaten oder ähnliche Behälter sollten vor der Abreise geleert und gereinigt werden.

3. Nach dem Urlaub – Stagnationswasser entfernen

Nach einer längeren Abwesenheit sollten einige einfache, aber wichtige Schritte beachtet werden, um die Wasserhygiene wiederherzustellen:

  • Boiler nach Wiedereinschalten zunächst auf ca. 70 °C aufheizen lassen (Achtung: Verbrühungsgefahr!).
  • Alle Entnahmestellen spülen: Zuerst Warmwasser, dann Kaltwasser, jeweils für mindestens eine Minute bei vollständig geöffnetem Hahn laufen lassen.
  • Dusche und Badewanne nicht vergessen – hier besteht ein erhöhtes Risiko für Legionellenbildung.
  • Toiletten durchspülen (Drückergarnitur betätigen).
  • Bei vorhandener Wasserenthärtungsanlage: Spülprogramm manuell starten und regelmäßige Wartungsintervalle einhalten – auch während des Urlaubs.

Weitere Informationen


Wenn Sie unsicher sind oder Fragen zu Ihrer Hausinstallation haben, wenden Sie sich an Ihren Sanitärfachbetrieb – er hilft Ihnen gerne weiter.